Das Bild "Noodles" von Seth Price zeigt eine stilisierte Person beim Spaghetti essen

Seth Price: Social Synthetic

Erleichtert uns der Weg in die absolute Digitalisierung den Alltag oder bauen wir uns selbst ein Gefängnis? Dieser Frage widmet sich Seth Price in seinen Kunstwerken.

Mit „Social Synthetic“ präsentiert das Museum Brandhorst die international erste Überblicksausstellung des New Yorker Künstlers (*1973 in Ost-Jerusalem). Die mehr als 100 Werke umfassende Ausstellung zeigt Skulpturen, Filme, Fotografien, Zeichnungen, Malerei, Videos, Kleider und Textilien, Web-Design, Musik und Dichtung.

Price greift gerne einmal Produktions- und Vertriebsformen der Musikindustrie, der Modewelt und des Literaturbetriebs auf und nutzt ihre Dynamiken für seine Kunst. Dabei beschäftigt er sich mit den grundlegenden Veränderungen der visuellen Kultur, die die Digitalisierung des kompletten Alltags mit sich bringt: Seine „Vacuum Forms“ zeigen beispielsweise in Kunststoff abgeformte Körperteile wie Brüste und Fäuste. Die „Silhouettes“ greifen digitale Aufnahmen aus dem Internet auf, die intime Gesten menschlicher Verständigung – wie der Handschlag oder Kuss – nur noch als Negativraum fassbar werden lassen, und die im Untergeschoss des Museums Brandhorst gezeigten meterhohen Leuchtkästen basieren auf fotografischen Studien menschlicher Haut, die sich auf kartographische Technologien der Firma Google stützen.

Ihr könnt euch noch bis zum 8. April 2018 im Museum Brandhorst in München selbst ein Bild machen. Für alle Arbeitstiere hat es Donnerstags sogar bis 20 Uhr geöffnet.

 

 

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